Paula Marti (ESP): Mutter mit mächtigem Drive
Bereits bei ihrem fünften Turnier als Profi siegte Paula Marti 2001 erstmals. Bei der La Perla Italian Open war die National Spanish Champion des Jahres 1996 nicht zu stoppen. Nur drei Events später bestätigte die damals erst 21-Jährige ihr Talent mit dem Titelgewinn beim Ladies British Masters – mit einem Eagle am letzten Loch, der ihr den siegreichen Vorsprung von einem Schlag einbrachte. Ein tief beeindruckender Karrierestart, mit dem sich Marti später auf Platz 1 der jährlichen Order of Merit der LET katapultierte.
Mit ihrem Wechsel auf die LPGA-Tour wurden Paula Martis Starts auf der LET rarer. Und wegen der Geburt ihres ersten Sohns Izan am 2. Juli verabschiedete sich die Katalanin 2006 für rund sieben Monate gänzlich vom professionellen Golfsport. Doch schon 2007 bewies die Tochter eines bekannten Portrait-Malers, der selbst den spanischen König Juan Carlos auf Leinwand verewigen durfte, dass ihr die Babypause sportlich nicht geschadet hatte. Mit einem starken Auftritt bei der Deutsche Bank Ladies’ Swiss Open, als sie sich hinter der Deutschen Bettina Hauert den zweiten Rang sicherte, meldete sich die Spanierin im Kreis der besten europäischen Profigolferinnen zurück. 2008 war ein weiteres starkes Jahr der begeisterten Kinogängerin. Sieben Top-Ten-Finishes bedeuteten Platz 8 in der Jahreswertung der Besten. In der Saison 2009 war ein 2. Platz bei der Ladies German Open und ein 11. Rang in Portugal bei der dortigen Ladies Open die Highlights. Am Jahresende sprang in der Geldrangliste damit immer noch der 28. Platz für die sympathische Spanierin heraus. Auf einen Sieg auf der LET wartet die inzwischen 29-Jährige jedoch seit 2001. Platzt im Tessin der Knoten?



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